Schüßler-Salze: Übersicht aller Nummern
Zwölf Basissalze, jeweils mit Nummer, Namen und einem zugeschriebenen Funktionsbereich – das ist der Kern des Systems. Diese Übersicht ordnet sie und sagt gleichzeitig, worauf die Zuschreibungen beruhen: auf der Systematik ihres Erfinders, nicht auf Studien.
Stand: 26. Juli 2026 · Informationen ohne Heilversprechen, kein Ersatz für ärztlichen Rat
Die zwölf Basissalze
| Nr. | Salz | Zugeschriebener Bereich |
|---|---|---|
| 1 | Calcium fluoratum | Bindegewebe, Haut, Zähne |
| 2 | Calcium phosphoricum | Knochen, Wachstum |
| 3 | Ferrum phosphoricum | erste Entzündungsphase |
| 4 | Kalium chloratum | Schleimhäute, zweite Phase |
| 5 | Kalium phosphoricum | Nerven, Erschöpfung |
| 6 | Kalium sulfuricum | Ausscheidung, Haut |
| 7 | Magnesium phosphoricum | Muskulatur, Krampfneigung |
| 8 | Natrium chloratum | Flüssigkeitshaushalt |
| 9 | Natrium phosphoricum | Säure-Basen-Thema |
| 10 | Natrium sulfuricum | Ausscheidung |
| 11 | Silicea | Bindegewebe, Haare, Nägel |
| 12 | Calcium sulfuricum | chronische Prozesse |
Die Spalte rechts gibt wieder, was die Anwendungsliteratur den Salzen zuordnet. Sie ist keine Wirkungsangabe: Diese Zuschreibungen stammen aus dem System Schüßlers und sind nicht durch Studien belegt.
Die Ergänzungssalze
Ab Nummer 13 folgen Mittel, die nicht von Schüßler stammen, sondern später ergänzt wurden – darunter Kalium arsenicosum, Zincum metallicum, Kalium bromatum und weitere. Sie erweitern das System um Spurenelemente, die zu Schüßlers Zeit noch keine Rolle spielten.
Dass diese Salze nicht vom Begründer stammen, ist kein Argument gegen sie – es zeigt nur, dass das System nicht abgeschlossen und nicht empirisch begrenzt ist.
Zum Einordnen: Der wichtigste Satz zu jeder Nummer in dieser Tabelle: Sie liefert keine Mineralstoffzufuhr. In D6 ist ein Salz auf ein Millionstel verdünnt. Wer Magnesium braucht, findet in Nr. 7 keines in ernährungsphysiologisch relevanter Menge.
Wie das System benutzt wird
Üblich sind Kombinationen mehrerer Nummern über einen Zeitraum, oft als Kur. Die Zusammenstellungen stammen aus Ratgebern und unterscheiden sich zwischen Autoren. Verbindliche Dosierungsvorgaben aus Studien existieren nicht; die Herstellerangaben auf der Packung sind der einzige belastbare Bezugspunkt.
Praktisch zu beachten
Die Tabletten enthalten Milchzucker als Trägerstoff. Bei Laktoseintoleranz und bei hoher Tablettenzahl pro Tag ist das relevant. Rechtlich sind Schüßler-Salze als homöopathische Arzneimittel registriert – Qualität und Unbedenklichkeit geprüft, Wirksamkeit nicht.
Häufige Fragen
Wie viele Schüßler-Salze gibt es?
Zwölf Basissalze gehen auf Schüßler selbst zurück. Die Ergänzungssalze mit den Nummern ab 13 wurden später hinzugefügt und stammen nicht von ihm. Insgesamt sind heute meist um zwei Dutzend Nummern im Handel.
Welche Nummer ist die wichtigste?
Diese Frage lässt sich nicht sachlich beantworten, weil die Zuordnungen nicht auf überprüfbaren Wirkungen beruhen. In der Anwendungsliteratur werden bestimmte Nummern häufiger genannt als andere – das spiegelt die Tradition, nicht eine Wirksamkeitsrangfolge.
Was bedeutet die Potenzangabe D6 oder D12?
Sie gibt den Verdünnungsgrad an. D6 bedeutet sechs Verdünnungsschritte im Verhältnis 1 zu 10, also eine Verdünnung auf ein Millionstel. Die meisten Schüßler-Salze werden in D6 oder D12 angeboten.
Quellen
- Arzneimittelgesetz: Registrierung homöopathischer Arzneimittel
- Herstellerangaben zu Zusammensetzung, Potenzierung und Hilfsstoffen
- Verbraucherzentrale: Einordnung von Mineralstoff- und Potenzpräparaten
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